Vom Großen ins Kleine

Im BWL-Studium haben wir diverse Problemlösungstechniken theoretisch durchgesprochen und versucht an konstruierten Beispielen zu erproben. Widmet man sich nun einem Thema aus der Praxis ist es nicht mehr so klar wie zu verfahren ist.

Grundsätzlich hilft es hier meist das Thema bzw. das Themenfeld genau zu erfassen. Worum geht es genau? Was ist das Ziel? Hier geht es darum, so viele Fragen wie möglich zu stellen und den Gesprächspartner zuzuhören, um den aktuellen Stand zu erfassen, Informationen zusammen zu tragen, Beteiligte zu erfragen. Wie ist die emotionale Lage und worum geht es im Grunde eigentlich? Hinter den meisten Frage- oder Aufgabenstellungen verbergen sich noch weitere Themen als die zu Beginn in den Vordergrund gestellten.

Zur Klärung hilft nach der Fragestunde meist, die erhaltenen Informationen zu visualisieren. Ich bin zunächst ein Freund von Papier, um es nach Aufnehmen von Ergänzungen zu digitalisieren, aber das kann jeder für sich entscheiden. Hervorragend geeignet, um ein Themenfeld zu erfassen und eine Aufgabe bzw. einen Auftrag zu klären, sind Mindmapping Tools.

Je nach Themen oder Fragestellung kann man sich ein Spinnennetz aus Informationssträngen erstellen, um es danach zu entwirren. Faden für Faden – einzelne Fäden sind auf Anhieb klar, andere müssen noch entwirrt werden. Erst wenn man sich jedem einzelnen Faden gewidmet hat, erhält man ein reines Spinnennetz. Einer meiner Lieblingsaussprüche im Job-Alltag ist: Komplexität reduzieren! Somit wäre meine Vorgehensweise immer zunächst das große Ganze zu erfassen, es in kleine Teile herunterzubrechen, um sie dann wieder zu einem komplexen klaren System zusammen fügen zu können und einer Beantwortung, Klärung oder Vorgehensweise nahe zu kommen.

Vom Großen ins Kleine