Küchenatmosphäre

Immer wieder denke ich bei meiner morgendlichen Büro-Küchenroutine darüber nach, ob man aus der Atmosphäre in der Küche Schlüsse zu Reifegrad der Mitarbeiter oder zu Respekt unter Kollegen in einer Organisation ziehen kann.

In den meisten Büros, in denen ich bisher gearbeitet habe, gab es eine gut funktionierende Spülmaschine. Was nicht ganz so gut funktionierte, war die Be- oder Entladung des guten Stücks. Ein Unternehmen hat die Möglichkeit eine Putzfee (männlich und/oder weiblich) zu beschäftigen, die sich nicht nur mit Grundreinigung, sondern auch mit Feinheiten wie Spülmaschinenbe- und entladung beschäftigen darf. Ist jedoch diese Putzfee gerade nicht im Haus, wird es spannend. Es wird Geschirr in die Küche gebracht, die Spülmaschine ist voll. Was nun?

Eine meiner Meinung nach sehr handhabbare Variante: Spülmaschine mit Tab befüllen, auf die Starttaste drücken und das dreckige Geschirr möglichst so auf die Ablagefläche stellen, dass es nicht herunterstürzt und andere noch Raum für weiteres Geschirr oder Arbeitsflächenaktivitäten haben.

Eine andere oft von mir beobachtete Variante ist es das verdreckte Geschirr entweder an den Rand des oder gleich in das Spülbecken(s) zu stellen, am besten so, dass auf keinen Fall der Wasserhahn z.B. zum Befüllen des Wasserkochers genutzt werden kann. Die Starttaste der Spülmaschine könnte sogar zusätzlich betätigt worden sein, muss aber nicht.

Eine Variante, die ich bisher äußerst selten beobachten konnte, ist das Hineinschleichen in die Küche, das manuelle Reinigen des Geschirrs und das Verstauen des gereinigten Geschirrs.

Schön finde ich die Idee, mit einem laminierten Papier auf gestartete oder noch zu startende Spülmaschine hinzuweisen. Wochenputzpläne für einzelne Teams erinnern die Mitglieder der Organisation an Ihre Mithilfe. Steuert sich das Team nicht über solche Maßnahmen und auch nicht eigenständig, helfen gelegentliche mahnende E-Mails durch Geschäftsführungen – erfahrungsgemäß aber auch nur temporär.

Ich hatte immer den Eindruck, dass je besser die Teamstimmung war und der Umgang miteinander, ganz gleich, ob auf professioneller oder zwischenmenschlicher Ebene, desto aufgeräumter war entweder die Küche oder desto entspannter und auch respektvoller war der Umgang mit dem Thema Sauberkeit.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? 🙂

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